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Home > Standorte > Hamburg > Historie

Historische Aufnahme des Kraftwerk Bille aus dem Jahr 1900.
Das Kraftwerk Bille in Hamburg: Bereits vor 112 Jahren in Betrieb.
Das alte Kraftwerk Bille wird zum Meilenwerk umgebaut.
Hamburg
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Das Kraftwerk Bille - ein Stück Hamburger Geschichte

Die Hamburger Stromversorgung hatte ihren Ursprung bereits 1888 mit der sukzessiven Errichtung von vier zentralen Kraftwerken.
Gemeinsam brachten sie es gerade einmal auf 28.000 kW, was etwa der Leistung von zehn modernen Windkrafträdern entspricht. Bestimmt war der Strom damals in erster Linie für Straßenbahnen und die Straßenbeleuchtung. Das vierte Kraftwerk, das Kraftwerk Bille, wurde 1901 im Stadtteil Hammerbrook in Betrieb genommen. Es lag gut erschlossen zwischen der Bille, dem Bahndamm der Berlin-Hamburger Eisenbahn und dem Bullerdeich. Das Kraftwerk besaß Verwaltungsgebäude, Wohnungen, eine Kraftstation, Werkstätten, ein Kohle-, ein Kessel- und ein Maschinenhaus und war bis zum Feuersturm im Juli 1943 in Betrieb.
 
In der Zeit von 1953 bis 2008 ist die Liegenschaft in wesentlichen Teilen an eine Großwäscherei verpachtet gewesen. Das Eigentum der Liegenschaft liegt beim Vattenfall Energie Konzern. Und noch heute hat der Standort am Bullerdeich für das Energieunternehmen eine zentrale Bedeutung. Hier wird für die Fernwärmeversorgung der Stadt Hamburg der im Heizkraftwerk Tiefstack erzeugte Hochdruckdampf mit hoher Energiedichte auf ein niedrigeres Druckniveau reduziert und gleichzeitig in einer Turbine Strom erzeugt. Die heutige Nutzung ist geprägt von kreativen Berufen, allen voran eine Künstlergemeinschaft mit ihren Ateliers.

 

Das Umfeld 

Nach dem Krieg wurde das Gebiet hauptsächlich als Industrie- und Gewerbegebiet ausgewiesen und entwickelt, so dass sich hier im Laufe der Jahre eine sehr heterogene stadträumliche Struktur aus Lagerhallen, Speditionen, Produktionsstandorten, Bürogebäuden, Bahntrassen und Kleingärten herausgebildet hat. Lange Zeit als städtische Grauzone angesehen, rückte nicht zuletzt durch die neu entstandene Hamburger HafenCity die zentrale Lage in den Blickpunkt. Tatsächlich wird diesem Teil von Hammerbrook inzwischen ein hohes Entwicklungspotenzial zugesprochen. Je weiter die HafenCity nach Osten hin entwickelt und die City Süd komplettiert werden, desto enger wird der "Schulterschluss" mit den zentralen Bereichen der Hansestadt. Das Kraftwerk Bille ist damit aktuelles Beispiel für den stattfindenden Umbruch.

 

Der Wettbewerb

Am Nachmittag des 13. September 2011 hatte die Jury des Wettbewerbs "Schaffensraum Kraftwerk Bille" getagt und zugunsten des Konzepts von ABR German Real Estate und der Meilenwerk AG für ein weiteres Forum für Fahrkultur entschieden. Damit hat sich das Konzept im Rahmen des Wettbewerbs "Schaffensraum Kraftwerk Bille" gegenüber sieben Wettbewerbern durchgesetzt.
 
"Mit der Entscheidung für das Meilenwerk-Konzept wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble langfristig erhalten und Hamburg bekommt eine neue Attraktion", sagt Dr. Frank May, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Wärme AG und Schirmherr des Wettbewerbs. "Der Stadtteil Hammerbrook im Hamburger Osten wird aufgewertet und der Vattenfall Standort Bille kann somit einen besonderen Beitrag für die Hamburger Stadtentwicklung leisten." Die Jury unter Vorsitz von Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, bewertete u.a. das Nutzungs-, Bau- und Finanzierungskonzept. Die Kooperationspartner für das Hamburger Meilenwerk, die ABR German Real Estate AG und die Meilenwerk AG zeigen sich erfreut über den Wettbewerbserfolg: "Wir sind froh, dieses wichtige Etappenziel errungen zu haben und werden die Planungen nun mit Hochdruck vorantreiben."
 
 
 
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