Private Preview: Open House im Meilenwerk Hamburg
"Hamburg braucht ein Meilenwerk!" Diesen Wunsch, manchmal auch als Forderung formuliert, hörte das Meilenwerk Team in den vergangenen Wochen und Monaten häufiger. Spätestens seit dem vergangenen Freitag, den 14. Dezember 2012 ist klar: Der Wunsch geht in Erfüllung. Hamburg erhält ein eigenes Meilenwerk, Forum für Fahrkultur. Alle beteiligten Projektpartner freuen sich über diesen Schritt und gaben in einem ersten Private Viewing mit rund 120 Teilnehmern im historischen Gebäudebestand am Bullerdeich Einblick, wie die nächsten Schritte zum Meilenwerk Hamburg aussehen.
Arne Olofsson von der ABR German Real Estate formulierte: "Alle erforderlichen Grundstückskaufverträge sind geschlossen. Wir können nun mit der Planung und Entwicklung des Meilenwerks beginnen. " Nun gelte es, gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg Mitte das Baurecht zu realisieren. Mit diesem bemerkenswerten Hamburger Objekt werde ABR auch einen wichtigen Part zur Stadtteil-Entwicklung von Hammerbrook beitragen. Olofsson bedankte sich ausdrücklich für die damaligen Hinweise auf den seinerzeit ausgeschriebenen Wettbewerb "Schaffensraum Kraftwerk Bille", ohne den es vermutlich nie diese erfreuliche Entwicklung gegeben hätte. Das Meilenwerk-Konzept hatte sich im vergangenen Jahr gegenüber sieben Wettbewerbern erfolgreich durchgesetzt. Bastian Gottschling von der Vattenfall Europe Wärme AG, vormaliger Grundstückseigentümer, zeigte sich ob der Umwidmung und Anschlussnutzung erleichtert. Er sagte: "Wir alle waren von dem Meilenwerk-Konzept sehr schnell überzeugt. Alte Fahrzeuge hinter alten Kraftwerksmauern, das ist eine überaus spannende Kombination. Wir von Vattenfall freuen uns sehr, dass dieses historische Objekt nun eine so passende und würdige Zukunft vor sich hat. Der langfristige Erhalt und die behutsame Weiterentwicklung des denkmalgeschützten Kraftwerksensembles ist auf lange Zeit gesichert."
Martin Halder, Vorstand der Meilenwerk AG, unterstrich noch einmal, die Bedeutung der Hansestadt Hamburg für die norddeutsche Oldtimer-Szene: "Wir halten Hamburg seit jeher für einen äußerst attraktiven Meilenwerk-Standort. Denn die Oldtimer-Szene in der Hansestadt und dem Umland in den Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist besonders lebendig und engagiert, der Fahrzeugbestand vielfältig und hochwertig. Lange zuvor schon haben wir hier nach einem geeigneten Standort gesucht. Nun sind wir sehr glücklich, diesen hier so City-nah gefunden zu haben. Mit unserem Forum für Fahrkultur wollen wir unseren Beitrag zur Bereicherung der norddeutschen Liebhaber-Fahrzeug- und Oldtimer-Szene und auch zur Pflege des automobilen Kulturguts leisten. Der Zuspruch aus dem Kreis der Fahrer solcher Fahrzeuge ist bereits heute beachtlich. Darüber freuen wir uns sehr. Und der Standort an der Bille bietet ideale Möglichkeiten, die Themen Automobil und Architektur anspruchsvoll miteinander zu verknüpfen." Halder hatte auch gleich eine automobile Bereicherung nach Hamburg gebracht: einen klassischen Mini "Woody" mit Überseekiste auf dem Dachgepäckträger. "Jedes neue Meilenwerk hat seinen automobilen Botschafter - für das anglophile Hamburg haben wir diesen besonderen Mini ausgewählt." Er repräsentiere Stil und Understatement in perfekter Weise.
Besonderer Gast des Abends war der Hamburger Architekt Hadi Teherani, der im Auftrag der ABR German Real Estate AG gemeinsam mit der Meilenwerk AG den Masterplan für das Meilenwerk Hamburg entwickelt. Teherani sagte vor den Gästen scherzend: "Als ich mit Herrn Halder vor einigen Wochen hier das erste mal durch die Hallen und Räume gelaufen bin, sagte der bloß: wir müssen hier viel historische Substanz erhalten. Die Wände dort beispielsweise, die Fenster hier, die Treppenhäuser und so weiter. Am Ende sagte ich: da bleibt mir ja dann beinahe nur noch das Honorar, an dem ich kreativ arbeiten kann." Tatsächlich aber wird das Objekt, welches dem Denkmalschutz unterliegt, sehr behutsam auf die neue Nutzungsform angepasst. Der alte Kern, die Seele, des ehemaligen Kraftwerks bleibt erhalten, wie Martin Halder ergänzte. Gerade hierin liege die besondere Herausforderung: Neues mit vorhandenem Alten zu verbinden, ohne das dabei Brüche entstehen. Vom reichlich vorhandenen Alten konnten sich die Gäste selbst überzeugen, denn nach einem Glühweinempfang lud das Team Meilenwerk zu geführten Rundgängen durch den illuminierten Bau ein. Ehemalige Kraftwerkshalle, Ladezone, Wäschereitrakt und Keller lösten ungläubige Blicke und großes Staunen aus. Am Ende kamen die Teilnehmer einer Führung alle mit einem strahlenden Lächeln zurück in die zentrale Werkhalle. "Das wird großartig!" so der einhellige Tenor. Auch die Künstlergemeinschaft Bullerdeich gestaltete den besonderen Abend. Sie zeigten einen Teil ihrer Werke und werden auch zukünftig ihre Ateliers im Bestand behalten. Auch das ist ein Teil des Konzepts, welches angenehme, schöne und auch praktische Dinge miteinander verbindet. - Ein Forum für Fahrkultur und noch einigem mehr.
Sehen Sie in Kürze hier im Meilenwerk Magazin eine Bildergalerie vom ersten Meilenwerk Open House in Hamburg.
Zum Objekt: Das Objekt am Bullerdeich besteht aus einem denkmalgeschützten Gebäudekomplex nahe der neu entstehenden Hamburger Hafencity. Es weist eine Nutzfläche von rund 14.000 Quadratmetern auf. Das Kraftwerk Bille in Hammerbrook wurde 1901 als letztes von vier Hamburger Kraftwerken in Betrieb genommen, die ab 1888 gebaut worden waren. Die Kraftwerke bildeten den Ursprung der Hamburger Elektrizitätsversorgung. Mit dem Strom wurden seinerzeit vor allem Straßenbahnen und Straßenbeleuchtungen betrieben. Das Objekt Funktion genutzt. Nach vielfältigen Zwischennutzungen, z. B. als Großwäscherei, wandelt Vattenfall Europe auf dem Gelände heute Hochdruckdampf aus dem Heizkraftwerk Tiefstack in Niedrigdruck um und erzeugt dabei mit einer Turbine Strom.
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