Die Geschichte des alten Landesflughafens und des Flugfeldes Böblingen
Der Flugplatz Böblingen wurde im Juli 1915 eröffnet, um dort Flugzeugführer und Beobachter für militärische Zwecke auszubilden. Dazu mussten zuerst die Bodenverhältnisse gerichtet werden. Es war sumpfig und uneben und die Flugzeuge konnten nur schwer starten und landen. Schon im Sommer 1916 durfte man hohen Besuch empfangen. Bei einem Schaufliegen war unter anderem Seine Majestät, der König von Württemberg, zu Gast.
Kleine Zeittafel
| 1915 | Einweihung des Militärflugplatzes |
| 1925 | Eröffnung des Landesflughafens |
| 1926 | Gründung der Leichtflugzeubau Klemm |
1917 hatte die Fea 10 bereits eine Stärke von 200 Mann erreicht und so entstanden bis zum Kriegsende nach und nach Start- und Landebahnen, Flugzeughallen und andere Einrichtungen. Als nach dem Versailler Vertrag sämtliche Flugzeuge zerstört werden mussten, erging auch der Befehl, mehrere Anlagen zu demontieren. Nur wenige Gebäude konnten stehen bleiben. Viele Hallentore wurden zugemauert. Der Flugplatz wurde weitgehend stillgelegt.
Der Landesflughafen kommt nach Böblingen.
In den frühen 20er-Jahren versuchten Fliegerschulen und Luftsportgruppen die Anlagen zu nutzen. Offiziell war dies jedoch erst seit 1924 gestattet. Gleichzeitig bemühte sich die neu gegründete Luftverkehr Württemberg AG (LUWAG) um die Einrichtung eines Linienverkehrs. Ein Landesflughafen musste her. In der Diskussion war danach auch der Standort Cannstatter Wasen. Aber aufgrund der bereits guten Verkehrsanbindung entschied man sich zu Gunsten von Böblingen.
Hans Klemm: Ein Flugzeug für jedermann.
Kleine Zeittafel
| 1929 | Landung der "Graf Zeppelin" |
| 1931 | Eröffnung des Deutschen Luftfahrtmuseums |
| 1934 | Eröffnung der Ozeanflugstrecke für Luftpost über Böblingen nach Südamerika |
| 1937 | Bau der Fliegerhorst-Kaserne |
| 1938 | Belegung des Flughafens mit militärischem Bodenpersonal |
Am 3. November 1929 machte das Luftschiff „Graf Zeppelin“ seinen ersten Sonntagsbesuch in Böblingen. Es war um 9.04 Uhr in Friedrichshafen gestartet, flog gegen 12 Uhr mit 34 Passagieren an Bord über Stuttgart und landete um 12.55 Uhr auf dem Flugplatz in Böblingen – umringt von sage und schreibe 100.000 Menschen. In den darauf folgenden Jahren wurden weitere Flugtage veranstaltet; die Landung eines Zeppelins blieb dabei ein Höhepunkt, der die Massen immer wieder aufs Neue auf den Böblinger Flugplatz zog.
Luftpost via Böblingen
Ein besonderes Ereignis, das die Bedeutung Stuttgarts im Luftverkehrsnetz zeigte, war die Aufnahme eines planmäßigen Linienflugverkehrs zur Postbeförderung über den Südatlantik nach Lateinamerika. Als erste Luftverkehrsgesellschaft eröffnete die Deutsche Lufthansa 1933 diesen Dienst. Auf dem Jungfernflug im Februar 1934 wurde eine mit 38 Kilo Post aus allen Teilen des Deutschen Reiches beladene Maschine auf die Reise nach Marseille, Barcelona und Sevilla geschickt. Den Weg über den Atlantik nahm die Post jedoch vorerst per Schiff.
Blütezeit des Fliegens
Nach dem sich im Jahr 1935 der Luftverkehr erneut stark entwickelte kam der Böblinger Landesflughafen langsam an die Grenzen seiner Kapazität. Aus diesem Jahr datieren erste Überlegungen auf dem Fildern einen weiteren Flughafen zu errichten.
Erneute militärische Nutzung
Kleine Zeittafel
| 1945 |
Auflösung des Fliegerhorsts
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| 91/92 |
Die amerikanischen Streitkräfte räumen das Ehemalige Flughafen-
gelände
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| 2000 | Konstitution des Planungsverbandes EFG |
| 2002 |
Auflösung des Planungsver-
bandes. Gründung des Zweckverbandes Ehemaliges Flughafengelände Böblingen/Sindelfingen (ZV-EFG)
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2002 |
Im Dezember kauft der ZV-EFG |
| 2004 | Umbenennung des Areals in Flugfeld. Umbenennung des Zweckverbandes in Zweckverband Flugfeld Böblingen/Sindelfingen |
| 2005 | Abschluss der Kampfmittelbeseitigung und der Geländesanierung |
| 2006 | Erschließung des Flugfelds (Straßen, Plätze, Ver- u. Entsorgungseinrichtungen) |
| 2007 | Freigabe des Flugfelds für die Öffentlichkeit, Erste Hochbauten |
| 2008 | Erster Rammschlag startet die Bauarbeiten zum "Langen See" |
Die moderne Geschichte des Flugfelds beginnt.
Angesichts der Chancen, die eine Konversion des Ehemaligen Flughafengeländes im Hinblick auf die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung der Städte Böblingen und Sindelfingen in sich birgt, beschlossen beide Kommunen im Sommer 2001, die Entwicklung des Geländes in eigener Regie zu betreiben.
Der Zweckverband
Das Meilenwerk
Die ausführliche Historie des alten Landesflughafens dürfen wir mit freundlicher Genehmigung des Zweckverbandes Flugfeld Böblingen / Sindelfingen nutzen.







